Versandlogistik nach den Regeln von EDI und EAN 128

VL3 - Palettenetikett und Lieferavisist eine branchenunabhängige und plattformunabhängige Komplettlösung für die integrierte Versandlogistik nach den Regeln von EDI und EAN 128. Also Datenaustausch mit den Transportpartnern und dem Besteller bzw. Warenempfänger in der EDI-Nachrichtenart DESADV sowie Kennzeichnung der Transporteinheiten mittels EAN 128-Etiketten.

Palettenetikett und Lieferavisist

Anforderung

Große Warenempfänger (Handelshäuser) fordern das vorauseilende Lieferavis und die begleitende Auszeichnung der Transporteinheiten. Oft in einer vergleichbaren Detailierung für Lieferavis und Etikett. Abhängig von dem Warenbesteller bzw. Warenempfänger sind aber auch andere Regelungen möglich.

Das Verfahren kann in mehreren Ausbaustufen angewendet werden. Für Stufe 1 reichen die vorhandenen Soll-Daten aus dem jeweils vorhandenen System aus. Ein EAN-128-Etikett ist nicht erforderlich.
Ab Stufe 2 müssen grundsätzlich Ist-Daten erfaßt und verwendet werden. Das Lieferavis muß alle Detailinformationen der Lieferung enthalten. Das begleitende EAN-128-Etikett muß mindestens die NVE (Nummer der Versandeinheit) enthalten.

Lösung

Für Stufe 1 werden alle Daten aus dem Lieferschein übernommen und im VL3-Archiv gespeichert.
Ab Stufe 2 werden zusätzlich zu den vorhandenen Daten regelmäßig Ist-Daten, und zwar Ist-Daten über den Inhalt der einzelnen Collis, sprich Pakete oder Paletten, und die NVE im Versand erfasst. Mit VL3 - Palettenetikett und Lieferavis werden nach der Kommissionierung und vor oder beim Packen der Ware alle Artikel gescannt und mit der NVE verknüpft. Diese Daten werden im VL3-Archiv gespeichert und dann für das Lieferavis und für die begleitende Auszeichnung ausgewertet bzw. verwendet.
Für die Datenerfassung, das EAN-Etikett und die Nachrichtenart DESADV werden Stati im VL3-Archiv geführt, die zwar in Abhängigkeit voneinander verändert werden können und müssen, jedoch auch einzeln zurückgesetzt werden können, um z.B. ein Etikett, eine Liste oder Auswertung oder Datenübertragung neu erstellen zu können.
Für Artikel ohne Barcode wird ein Suchverfahren eingerichtet. Eine EAN-Nummer (im Stammsatz) ist unbedingt notwendig. Für eine eventuelle Umsetzung von Handelsartikel in Verkaufsartikel und das Suchverfahren ist eine Schnittstelle zum vorhandenen Artikelstamm bzw. eine redundante Artikelsuchverwaltung in VL3 notwendig.
Es wird eine Schnittstelle zu den Auftrags-, Lieferschein- oder Rechnungsdaten im Warenwirtschaftssystem eingerichtet. Gleiches gilt für den Kundenstamm. Evtl. wird zusätzlich eine Kundenstammverwaltung ausschließlich für folgende Informationen in VL3 installiert:

  • Klassifizierung bzw. Anwendungstiefe des gewünschten EAN-Etiketts
  • ILN des EDI-Empfängers
  • ILN des Warenempfängers

Vorgehensweise

Für Stufe 1 werden alle Daten bei Lieferscheinschreibung automatisch übernommen und im VL3-Archiv gespeichert. Ab Stufe 2 werden mit einer regelmäßig neu einzurichtenden Funktion oder sogar Arbeitsplatz zu Beginn eines Pack- oder Ladevorganges der begleitende Beleg, sprich die Auftrags-, Lieferschein- oder Rechnungsnummer möglichst gescannt (oder eingegeben). Gleichzeitig vergibt das System eine NVE. Soweit F95 - Paket- und Palettenversand im Einsatz ist, kann VL3 wahlweise eine NVE von dort übernehmen. Die Übernahme einer NVE vom F95-Etikett scheint vorteilhaft, weil dadurch Verwechslungen ausgeschlossen werden können. Alternativ kann eine neue NVE durch VL3 vergeben und von F95 übernommen werden. Anschließend wird jeder einzelne Artikel als Handelsartikel (oder als Verkaufsartikel) gescannt. Wenn erforderlich, werden EAN-Nummern für Handelseinheiten (Masterpaket) automatisch in EAN-Nummern für Verkaufseinheiten umgesetzt. Sobald ein Colli voll ist, wird durch Scannen eines speziellen Barcodes dem System mitgeteilt, daß dieser Colli abgeschlossen ist. Jeweils bei Colli-Ende wird das entsprechende EAN-Etikett nach den Vorgaben und Vereinbarungen mit dem Waren- oder Lieferempfänger in der gewünschten Stückzahl automatisch ausgedruckt. Automatisch wird eine neue NVE vergeben bzw. durch Scannen eines NVE-Etiketts aus F95 übernommen. Die gleiche Prozedur mit dem nächsten Colli beginnt, bis auch dieser voll ist, bzw. das Auftragsende erreicht wird. Auftragsende wird durch Scannen eines speziellen Barcodes dem System mitgeteilt. Alle so gewonnenen Daten sind miteinander verknüpft und im VL3-Archiv gespeichert. Wiederholungen sind beliebig oft möglich. Durch Scannen einer NVE-Nummer, die bereits vorhanden ist, werden alle Daten für einen Colli gelöscht und neu erfasst. Durch Scannen einer Auftrags-, Lieferschein- oder Rechnungsnummer, die bereits vorhanden ist, werden alle Daten aller zugehörigen Collis gelöscht und neu erfasst. Wiederholungen müssen in einem seperaten Bild quittiert werden. Zu jedem beliebigen Zeitpunkt, mindestens jedoch täglich einmal nach Arbeitsende sollte eine Menufunktion aufgerufen werden, die die EDI-Nachrichtenart DESADV (Lieferavis) für alle noch nicht avisierten Sendungen erstellt und für den Versand an die Warenbesteller bzw. Warenempfänger einem EDI-Konverter zur Verfügung stellt. Hierbei sind durch die Nachrichtenart DESADV/D96.A alle technischen Gegebenheiten festgelegt. Soweit notwendig, werden die besonderen Wünsche von einzelnen Partnern bzw. Empfängern berücksichtigt.

Produktbeschreibung: VL3 - Palettenetikett und Lieferavis

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